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Philharmonisches Kammerorchester Berlin

Michael  Zukernik
 
 

Internationale Meisterklassen im Orchesterdirigieren

Noten

JORMA PANULA Biographie

 

Jorma Panula

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Jorma Panula

Den Worten „Musik” und „naturgegeben” mißt Panula besondere Bedeutung zu. Sieht man einem Schüler sofort an, ob er das Zeug zum Dirigenten hat?

„Dazu bedarf es nur weniger Minuten. Manche haben einen ausgereiften Approach, das Fingerspitzengefühl eines Musikers. So ein Schüler lauscht und hört zu, was aus dem Orchester zurückschallt, wenn man in es hineinstochert. Ein Dirigent sollte zugleich ein Spielmann sein, der selbst musizieren kann und das Handwerk und die Kniffe des Metiers kennt. Ein Streichinstrument ist ein guter Ausgangspunkt, aber auch ein Bläser kann es zum Dirigenten bringen. Salonen spielt Bügelhorn und Vänskä Klarinette. Doch die meisten sind Streicher, angefangen bei Saraste.”

Ihre jungen Stars und Sterne scheinen die besten Jahre noch vor ihnen zu haben?

„Ohne weiteres. Das ist erst der Anfang. Der Mensch wächst und reift mit zunehmendem Alter. Die Jugend wird ziemlich grundlos vergöttert, dahinter steht der allgegenwärtige Kommerz. Ein Beispiel dafür ist der erst 21jährige Mikko Franck, der voll im Trend liegt. Daran fühle ich mich nicht ganz unschuldig, weil ich blutjunge Leute in die Jugendabteilung der Akademie aufgenommen habe. Mikko unterschrieb schon als Minderjähriger bei seinem Agenten in London einen Vertrag, was ich zu verhindern suchte. Doch die Eltern standen offenbar hinter ihm. Nun streicht der Jungdirigent Honorare in einer Höhe ein, die kleinere Orchester nicht mehr bezahlen können. Wo kann er denn heute noch proben? Der Junge spielt fast das ganze Repertoire direkt mit großen Orchestern ein, mit der Philharmonie in Israel und Amsterdam. Dabei kann er rasch ausbrennen und Magenkrämpfe bekommen.”

Gibt es Komponisten, deren Begabung ein Dirigent - jung oder alt - auf Anhieb erkennt?

„Ja, Mozart. Das ist die schwierigste Musik, weil sie so einfach klingt. In Mozarts Musik gibt es Fallen, in die man garantiert hineinstolpert, wenn man die Musik nicht bis zu Ende durchdenkt. Das bereitet höllisches Kopfzerbrechen.”

Diese Anekdote über Mozart soll authentisch sein: Ein junger Eleve fragte den Meister, wie man Sinfonien komponiert. - Lernen Sie zuerst den Kontrapunkt, Sie sind ja noch so jung. - Jung? Sie haben schon als Siebenjähriger Sinfonien geschrieben! - Aber ich habe nicht gefragt, wie man sie schreibt.

Talentierte Nachwuchsdirigenten können bei Jorma Panula das Wie erlernen, aber das Was müssen sie mitbringen. Auch einem guten Dirigenten kann man kein Charisma beibiegen.

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Quelle: http://www2.siba.fi/Tapahtuu/Orchestra/panula.html

 

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