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Philharmonisches Kammerorchester Berlin

Michael  Zukernik
 
 

Internationale Meisterklassen im Orchesterdirigieren

Noten

JORMA PANULA Biographie

Jorma Panula

Jorma Panula

Jorma Panula

Jorma Panula

Jorma Panula

Jorma Panula

Auszug aus dem Berliner Philharmoniker Magazin März/03:

…Ein anderes Phänomen ist hingegen künstlerischer Natur: Finnen dirigieren gut. Verdammt gut sogar. Dafür braucht man keine Empirie, dafür reicht ein Blick in die internationale Musikszene. Vor allem die jungen finnischen Dirigenten machen seit einiger Zeit Furore; angefangen mit Esa-Pekka Salonen, weitergeführt mit Sakari Oramo, Jukka-Pekka Saraste und Osmo Vänskä. Sie alle sind, so sie nicht längst schon arrivierte Positionen innehaben, auf dem Weg dorthin, und sie alle haben etwas gemeinsam: den Lehrer nämlich.

Jorma Panula heißt dieser gute Geist, saß bis zu seiner Pensionierung 1993 auf einem Lehrstuhl für Orchesterleitung an der Sibelius-Akademie, wollte und konnte danach aber nicht aufhören und bildete fortan die Begabtesten der Begabten allüberall in der Welt aus. In den Vereinigten Staaten von Amerika, in Russland, Schweden, Italien, Australien - und eben in Finnland.

Lehrmeister der Kapellmeister

Jorma Panula

In der etablierten finnischen Musikszene hat eine Gruppe von jungen Dirigenten von Furore gemacht, zu der u.a. Sakari Oramo, Esa-Pekka Salonen, Jukka-Pekka Saraste und Osmo Vänskä zählen. Neben einer beachtlichen Begabung und einer zügigen Karriere und haben sie eines gemeinsam: Sie wurden allesamt von Prof. Jorma Panula ausgebildet, dem Lehrmeister der Kapellmeister.

Bis zu seiner Pensionierung 1993 hatte Professor Jorma Panula einen Lehrstuhl für Orchesterleitung an der Sibelius-Akademie inne. Doch der Ruhestand ließ den umtriebigen Professor nicht ruhen, er bildete weiterhin Kapellmeister in aller Welt aus: in den USA, in Rußland, Schweden, Italien, Australien. Auf die Frage, warum von seinen Schülern Finnen besonders gut abgeschnitten haben, meint er: „Das liegt wohl am Nationalcharakter. An der aufrechten Haltung und richtigen Einstellung. Ein Finne war in seinem Element z.B. als Roder, der im Alleingang einem steinigen Bruchmoor ein paar Felder abrang. Im Krieg waren Finnen vorzügliche Partisanen, denen niemand ihre Aufgabe erklären mußte. Auch ein Kapellmeister muß sich seiner Haut zu wehren wissen.”

Jorma Panula

In seiner über fünfzig Jahre langen Musikerlaufbahn hat Jorma Panula renommierte Orchester in Europa, Amerika und Asien dirigiert.

In Finnland schwang er als Kapellmeister in Theatern und in der Oper den Taktstock, bevor er die Leitung von Sinfonieorchestern übernahm. Er fungierte von 1965-72 als Chefdirigent der Philharmonie Helsinki, wonach er für drei Jahre die Philharmonie Århus übernahm. Ganze zwanzig Jahre dauerte die Professur für Orchesterleitung an der Sibelius-Akademie, die er 1973 antrat. Zudem war er als Professor am Konservatorium in Stockholm und dem Königlichen Konservatorium in Dänemark tätig. Als Lehrer genießt Jorma Panula einen legendären Ruf - weltweit.

Der Maestro wohnt in einer Gartenvorstadt Helsinkis. Vom Meer her streicht eine milde Brise über die Blumen auf dem Hof.

Panula kann und will seine Herkunft aus der Provinz Österbotten nicht verleugnen. Die ausdrucksstarke österbottnische Mundart ist für diesen Kosmopoliten ein ureigenes Idiom, die Nationaltracht seiner Heimat kleidet ihn trefflich. Der Mann ist ersichtlich stolz auf seine Herkunft.

Ein paar graue Haare an den Schläfen sind nicht zu übersehen, doch der jugendhafte schelmische Ausdruck in den blauen Augen des Maestros ebenfalls nicht. Wie ist es zu erklären, daß die großen Dirigenten früher fast ausnahmslos betagte Grandseigneurs waren und heute junge Stardirigenten in den Musikzentren der Welt den Ton angeben?

„Stars und Sterne. Heute herrscht allerorten ein allgemeiner Jugendlichkeitsboom. Das ist verdammt gefährlich. Sterne können rasch ausbrennen. Und schuld daran sind die geldgierigen Agenten. An jungen, gewieft vermarkteten Talenten lassen sich hübsche Provisionen verdienen. Wenn man den Jungs vom Start weg Engagements bei Spitzenorchestern verspricht, geraten sie leicht ans Gängelband der Agenten.”

„Das Idealalter eines Dirigenten ist nahe an die achtzig. Dann ist er langsam soweit, daß er sein Metier beherrscht. Die Alten haben mehr Erfahrung, und wenn ich das abgenutzte Wort gebrauchen darf: Sie genießen Autorität. Dirigenten zeichnen sich per se durch einen Führungshabitus aus”. Sagt Panula allen Ernstes, gibt sich einen Ruck und zwinkert mir dabei zu.

newsletter die Welt  über Jorma Panula

 

 

Quelle: http://www2.siba.fi/Tapahtuu/Orchestra/panula.html

 

 

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