Von
Kathrin Schulz
Greiz/Reichenbach. "Colin
Metters ist der beste Lehrer den es gibt", schwärmt
Richard Llewellyn aus London. Der 29-jährige hat eben
das Dirigentenpult des Neuberinhauses in Reichenbach verlassen,
wo er mit der Vogtland Philharmonie und mit einem der renomiertesten
Lehrer im Orchesterdirigieren, Colin Metters von der Royal
Academy of Music in London, an einer Brahms-Sinfonie gearbeitet
hat. Seit drei Jahren ist Llewellyn selbst Dirigent. Der
gebürtige Franzose hat bei Metters studiert. In London
leitet er die "London strings" - ein junges Streicher-Orchester
mit den Stimmführern namhafter Londoner Orchester.
Keine Frage, dass er gern in die Internationale Meisterklasse von Colin
Metters gekommen ist - ein Workshop im Orchesterdirigieren, der vom 25.
April bis zum 3.Mai bei der Vogtland Philharmonie im Neuberinhaus in
Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Kammerorchester Berlin zehn Dirigenten
aus aller Welt zusammen führt.
Für einen solchen Workshop braucht man nicht nur einen namhaften,
international anerkannten Professor im Dirigieren, sondern auch ein freundliches
Orchester mit Geduld und Verständnis für die Lernenden im Workshop
und am besten eine kleine Stadt, in der man konzentriert arbeiten kann
ohne große Ablenkungen, wie Michael Zukernik, künstlerischer
Leiter des
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Michael
Zukernik und Colin Metters im Pressegespräch.
Philharmonischen
Kammerorchesters Berlin, gestern im Pressegespräch
zusammen fasst.
Deswegen sei man sehr froh gewesen, beim Silvester-Gastspiel der Vogtland
Philharmoniker in Berlin das richtige Orchester und in Reichenbach
das richtige ruhige Städtchen dafür gefunden zu haben. Ein
großes Kompliment spricht er den Musikern für ihre professionelle
Arbeit mit dem Dirigenten-Nachwuchs aus.
Unter den zahlreichen Bewerbern für diese Meisterklasse wurden
neben Richard Llewellyn der Kanadier Jean-Louis Gosselin, der Italiener
Edoardo Rosadini, der Koreaner Jeonghyun Baek, Sung Jun Park aus Südkorea,
Ada Pelleg aus Israel, Jeri Lynne Johnson aus Philadelphia, Bjorn Bantock
aus Südafrika, Francesco Savignano aus Düsseldorf und der
Musikdirektor der isländischen Oper, Gardar Cortes aus Reykja
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vik,
ausgewählt. Die sehr positive Atmosphäre während
dieser schwierigen Arbeitstage lobt Colin Metters. Die Zusammenarbeit
In
den letzten 20 Jahren hat sich Colin Metters einen
international guten Ruf als Lehrer für Orchesterdirigieren
erarbeitet und Meisterklassen in Deutschland, Polen,
Finnland, Australien, Vietnam, Venezuela, China
und den USA gegeben. Er ist Direktor des Studienganges
Orchesterdirigieren an der „Royal Academy
of Music". Ein Kurs, den er 1983 begründete,
zählt international als eines der führenden
Trainingsprogramme für Dirigenten.
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mit
dem Orchester sei vom ersten Tage an fantastisch, die Musiker
reagierten optimal und haben sich aus seiner Sicht auch
sehr gut auf das große Repertoire eingestellt. Jeder
der zehn Dirigenten steht an den neun Workshop-Tagen mindestens
fünf Mal vor dem Orchester. Und konnte aus einer Liste
von 40 Werken auswählen.
Allein am gestrigen Nachmittag standen noch einmal sieben Werke
auf dem Plan. Auf Video haben sich die Dirigenten ihre Auftritte im Workshop
mit geschnitten und natürlich auch die Hinweise des Meisterdirigenten
festgehalten. „Ein unschätzbarer Vorteil", meint Zukernik,
der mit einer weiteren internationalen Meisterklasse gern wiederkommen
möchte ins Vogtland.
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