| Neu im vielstimmigen Konzert
der deutschen Hauptstadt und ihrer freien Kulturinitiativen
ist das Philharmonische Kammerorchester Berlin nur dem Namen
nach. Das Orchester baut auf der Arbeit des Ensemble Europa
und der Camerata Berlin auf und setzt diese unter neuer künstlerischer
Leitung und auf neuer organisatorischer Grundlage fort.
Im Herbst 2002 wurde der gemeinnützige Verein
Berliner Kammerphilharmonie ins Leben gerufen, welcher, umbenannt
in Philharmonisches Kammerorchester Berlin (PKB), die Arbeit
des Orchesters in finanzieller und administrativer Hinsicht
trägt. Im gleichen Jahr übernahm Michael Zukernik die künstlerische
Leitung; bei ihm liegt die Verantwortung für die Entwicklung
von Projekten, die live und/oder für CD verwirklicht werden,
für die Gestaltung und Ausarbeitung der Programme, für das
musikalische Profil und die klangliche Individualität des Ensembles.
Nach einem Benefizkonzert für die Björn-Schulz-Stiftung
zugunsten krebskranker Kinder im Oktober 2002 in der Komischen
Oper Berlin begleitete das PKB im September 2003 eine internationale
Meisterklasse für Orchesterdirigieren des "Maestros
der Maestros" Prof. Jorma Panula (ehemals Sibelius-Akademie,
Helsinki).
Mit großem Engagement widmen sich die überwiegend
jungen Künstler nicht nur den Standardwerken der Konzertliteratur,
sondern insbesondere auch Werken der musikalischen Moderne:
mehrere Werke prominenter zeitgenössischer Komponisten
(hierunter Olga Rajewa und Wolfgang Rihm) gelangten zur Ur-
und Erstaufführung.
Das PKB zeichnet sich durch sein besonderes Engagement für
die Ausbildung und Qualifizierung des künstlerischen Nachwuchses
aus: Zu einem überwältigenden Erfolg wurde die im
Herbst 2003 erstmals in Deutschland veranstaltete „Internationale
Meisterklasse für Orchesterdirigieren“ unter Prof.
Jorma Panula (Royal College of Music, Stockholm), an der nicht
weniger als 50 Dirigenten internationaler Herkunft teilnahmen.
Das Abschlusskonzert in der Philharmonie Berlin begeisterte
Fachleute und das Berliner Publikum gleichermaßen.
Es folgte ein erfolgreicher Dirigierkurs mit Jorma Panula
im Mai 2004 in Recklinghausen. Im Oktober 2004 fand ein Kurs
mit Prof. Leif Segerstam (Chefdirigent des Helsinki Philharmonic
Orchestra, der einen Lehrstuhl für Orchesterleitung an
der Sibelius-Akademie Helsinki inne hat) in Wuppertal statt.
Im Jahr 2005 folgten weitere Meisterkurse mit Otto-Werner Mueller
(Juilliard School, New York, Curtis Institut Philadelphia)
und Colin Metters (Royal Academy of Music, London). Im März
2005 wurde mit Prof. Jorma Panula der erste Internationale Dirigierwettbewerb
in Zusammenarbeit mit den Nürnberger
Symphonikern veranstaltet.
Im September 2005 fand in Göttingen ein Meisterkurs
unter der Leitung von Gustav Meier (Peabody Institute, Baltimore
USA statt). Weitere Meisterkurse folgten im Oktober 2005 mit Guennadi
Rojdestvenski in Gotha und im November 2005 mit Vladimir Ponkin
(Moscow Conservatory) in Weimar.
Das PKB engagiert sich in Zusammenarbeit mit der Björn-Schulz-Stiftung
für krebskranke Kinder und Jugendliche. Bereits kurz nach
seiner Gründung initiierte das Orchester ein erstes Benefizkonzert
in der Komischen Oper Berlin. Auch das Konzert im Französischen
Dom im November 2003 in Zusammenarbeit mit der Björn-Schulz-Stiftung
und der Preußischen Gesellschaft kam krebskranken Kindern
zugute.
Im Dezember 2005 initiierte das PKB ein weiteres Benefizkonzert zugunsten der Björn-Schulz-Stiftung. Unter der Leitung des jungen koreanischen Dirigenten Sung Jun Park führte der Berliner Oratorienchor in Kooperation mit der Berlin Sinfonietta im großen Saal des Konzerthauses Berlin Händels „Der Messias“ auf.
Gábor Tarkövi (Solo-Trompeter der Berliner Philharmoniker) war als Solist im Weihnachtskonzert 2005 im Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin zu hören.
Den krönenden Abschluss des Jahres 2005 bildeten drei Silvesterkonzerte des PKB im Kleinen Saal des Konzerthauses Berlin. Unter der Leitung von Michael Zukernik erklangen Werke von Mozart, Bach und Koussevitzky. Mit Emmanuel Pahud (Silvesterkonzert 31.12.2005 im Konzerthaus Berlin), Nabil Shehtata (Kontrabass) und Wenzel Fuchs (Klarinette) standen dabei drei weitere Solisten der Berliner Philharmoniker auf dem Podium.
Michael Zukernik sieht seine Arbeit in der Kontinuität und in der stetigen Erweiterung dessen, was das Philharmonische Kammerorchester Berlin e.V. in seiner bisherigen Geschichte geleistet hat.
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